4. Vimaria-Cup Kranichfeld 2005 - Bericht

am .

Bereits schon zum vierten Mal rief Veranstalter Musashi Weimar die Karate-Vereine zum großen Wettkampf, dem „Vimaria-Cup“, nach Kranichfeld auf. Und so reisten am 1. Mai 2005 mehr als 300 Karatekas aus weit über 20 Vereinen in die Kranichfelder Zweifelderhalle.

Diesem Aufruf folgte natürlich auch das Kyffhäuser-Karate-Dojo aus Bad Frankenhausen unter Schirmherrschaft von Cheftrainer Olaf Reichelt (3. Dan). 14 Karatekas unterschiedlicher Graduierungen wurden von ihm darauf vorbereitet.

Darüber hinaus gab der Vimaria-Cup aber auch Gelegenheit, die Leistungen der erst kürzlich absolvierten Gürtelprüfungen in die Praxis umzusetzen d.h. vor großem Publikum und unter Druck. Also, Bewährungsprobe für die „frischen“ Weiß- und Gelbgurte.

So auch für Sebastian Krause, Vivien Perreca, Chelsea Müller, Lea Stieber (die jüngste mit 5 Jahren) und Niklas Küster, die bei den Kindern in der Kategorie Kata (Bewegungsablauf) an den Start gingen. Niklas konnte hierbei, wenn auch mit Losglück, einen 4. Platz einfahren.

Lisa Arndt hatte diesmal bei Fortuna keine große Gnade und schied im Kata der Schüler bereits in der zweiten Runde aus. Ebenso erging es Lisa Hesse. In ihrer Klasse der Kinder ab Orange-Gurt hatte sie nichts gegen ihre Gegnerinnen auszurichten und schied so in der 2. Runde aus. In der Klasse der Schüler konnte sie sich besser einbringen und steigerte ihre Leistungen. Am Ende reichte es sogar für einen 4. Platz.

Einfach sang- und klanglos abtreten wollte Jeremy nicht

Kathy Zschörnig trat zwar mit den besten Hoffnungen und großer Motivation auf die Kampffläche, wusste aber gegen ihre Rivalen im Kata als auch im Kumite nichts entgegen zu setzen. Sie schied in beiden Kategorien bereits in den Vorrunden aus. Ihr Bruder Marc konnte sich immerhin im Freikampf bei den Schülern der Klasse über 48 kg bis zum 4. Platz vorkämpfen. Sein Kamerad Michael Günter war zwar ebenfalls im Kata erfolglos, im Freikampf sicherte er sich jedoch einen 5. Platz.

Doch auch der amtierende Landesmeister Jeremy Werner (5. Kyu) machte seine Aufwartung in Kranichfeld. Im Kumite der Kinder ab 6. Kyu hatte er jedoch nichts auszurichten. Zu defensiv und hektisch war sein Freikampf und konnte mit 2:3 Punkten nicht überzeugen. Nun musste er sich ganz auf seinen zweiten Auftritt konzentrieren - Kata ab 7. Kyu. Denn ganz so einfach sang- und klanglos abtreten wollte er dann doch nicht. Mit vollem Eifer und überzeugenden Leistungen ließ er die Rivalen Trung Anh Tuan (RW Kwai, Sondershausen) sowie aus Erfurt hinter sich und holte sich verdient nach vier 3:0 Siegen den Pokal.

Julia Kellermann, inzwischen alter „Wettkampf-Hase“, war ebenfalls wieder mit von der Partie. Sie ging diesmal gleich in 4 Kategorien an den Start. Drei mal Kumite (Freikampf) und einmal Kata. Kata sollte eigentlich ihr „Warmmacher“ für den Freikampf werden, jedoch brachten organisatorische Probleme ihr System durcheinander und so kam Kata bei ihr als letztes an die Reihe. Sie musste also gleich voll ran. Ihre Gegnerin war gewiss zu Recht in der Klasse über 48 kg. Mit 82 kg war sie schon ein „schwerer“ Gegner. Aber lamentieren half da nichts. Nur allein mit Technik hatte Julia eine Chance, um aus diesem Kampf Erfolg davon zu tragen. Das tat sie dann auch, gewann, und erreichte einen souveränen 2. Platz.

Sarah kämpfte sich verbissen ins Finale

Die „Großen“ zeigten natürlich auch ihr Können. Allerdings wurde dort mit härteren Bandagen gekämpft. Und große Kompromisse wurden auch nicht gemacht. Michael Steinecke hatte im Kumite zwar alle Fäuste voll zu tun, aber der Lohn für ihn war eine überzeugende Silbermedaille in der Masterclass. Auch Sarah Reichelt kämpfte sich beim Kumite verbissen bis ins Finale der Klasse bis 55 kg. Musste jedoch einige Punkte ihrer Kontrahentin in Kauf nehmen und sich somit mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Erfolgreich war sie auch in der Masterclass, wo sie sich einen verdienten 3. Platz sicherte.

Cheftrainer Olaf Reichelt konnte also wieder Erfolge feiern. „Gewiss“, so Reichelt, „wäre hier und da vielleicht auch mehr drin gewesen, aber wir arbeiten dran. Spätestens im Juni zum Gasshuku-Do, dem Karate-Treffen am Kelbraer Stausee werden die eventuell etwas verbrauchten Akkus wieder aufgeladen.“

Jens Schreiber

High Quality Free Joomla Templates by MightyJoomla | Design Inspiration FCT