Kampfkünste

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Tomari-Te
okinawanische Kampfkunst aus Tomari und Umgebung
Taekwon-Do
Ein koreanischer Kampfsport
Shuri-Te
"Hand aus Shuri"
Karate
Angefangen hat die Entwicklung des Karate etwa im 7. Jahrhundert auf der Insel Okinawa...
Shorinji-Kempo
Eine moderne japanische Selbstverteidigungs- kunst
Shaolin Kung-Fu
Chinesischer Kampfkunst-Stil
Naha-Te
Nach der Stadt Naha benannter Kampfstil
Kendo
Eine abgewandelte Art des ursprünglichen japanischen Schwertkampfes
Kempo
Kampfkunst-Mischform, aus Shaolin-Quanfa und To-de hervorgegangen
Judo
Kampfsportart nach dem Prinzip „Siegen durch Nachgeben”
Jiu-Jitsu
Eine aus Japan stammende waffenlose Selbstverteidung
Iai-Do
Der japanische „Weg des Schwertziehens“
Aikido
Eine betont defensive moderne japanische Kampfkunst

Aikido

am .

aikidokanji

Aikido
Kanji - Schriftzeichen

Aikido (jap.) ist eine betont defensive moderne japanische Kampfkunst, die Anfang des 20. Jahrhunderts von Ueshiba Morihei als Synthese verschiedener Aspekte unterschiedlicher Budo-Disziplinen, vor allem aber als Weiterentwicklung des Daito-Ryu Aiki-Jujutsu begründet wurde.

Das Ziel beim Aikido ist zum einen, die Kraft eines gegnerischen Angriffs abzuleiten (Abwehr) und zum anderen, gleichzeitig dieselbe Kraft intelligent zu nutzen, um den Gegner vorübergehend angriffsunfähig zu machen (Absicherung), ohne ihn dabei schwer zu verletzen. Dies geschieht in der Regel durch Wurftechniken (nage waza) und Haltetechniken (osae waza oder katame waza), die den Hauptteil der Aikido-Techniken ausmachen.

Eine Besonderheit des Aikido ist, dass keine offensiven Angriffstechniken, sondern nur Abwehr- und Sicherungstechniken und dadurch vermittelnd eine entsprechend defensive und verantwortungsbetonte geistige Haltung, gelehrt werden.

Die Angriffsenergie wird im Gegensatz zu vielen anderen Kampfkünsten nicht geblockt, sondern so umgeleitet, dass der Verteidiger daraus einen Vorteil erlangt

Die Techniken des Aikido beruhen auf physikalischen Prinzipien (z. B.: Achsen, Hebel, Kinetik). Mit fortschreitendem Training tritt jedoch die reine physikalische Kraft immer mehr in den Hintergrund und wird vielmehr durch Genauigkeit, Beweglichkeit und Zentriertsein ersetzt.

Schließlich ist es der Fluß des Ki oder das Kokyu des Übenden, das den Gegner bewegt bzw. zu Fall bringt. Die Angriffsenergie wird im Gegensatz zu vielen anderen Kampfkünsten nicht geblockt, sondern so umgelenkt, dass der Verteidiger daraus einen Vorteil erlangt. Dabei werden im Wesentlichen zwei Prinzipien verwendet, irimi und tenkan. Irimi ist das Prinzip des „in den Angriff Eintretens und mit ihm Harmonisierens“, während man mit tenkan den Angriff mit einer Drehbewegung vorbeilässt und dabei mit ihm harmonisiert.

Kokyu, die Atemkraft

Die zentrale Kraft im Aikido jedoch ist Kokyu, die Atemkraft, die der Muskelkraft des körperlich Stärkeren überlegen ist. Genauer bezeichnet ist Kokyu der Atem, Kokyu dosa heißt Atemkraftbewegung aus dem Seiza und Kokyu ho ist eine Übung zur Entwicklung der Atemkraft. Die Atemkraft und das Ki gehören zusammen. Wenn die Atemkraft richtig geübt wird, wird auch der Fluss des Ki positiv beeinflusst.

Aikido kann von Menschen jeder Größe und jeden Alters praktiziert werden. Es ist eine der schwerer erlernbaren Kampfkünste, und es benötigt mehrere Jahre Übung, bis ein Schüler in der Lage ist, sich damit wirksam zu verteidigen.

Dass Aikido geeignet ist, in einer entsprechenden Situation effektiv zur Verteidigung eingesetzt zu werden, wird selten bestritten. Obwohl Aikido von außen betrachtet meist sehr harmonisch, wenn nicht gar tänzerisch und choreografiert wirkt.

Bewegungsabläufe sollen sich im Unterbewusstsein festigen

Aikido wurde von dem Gründer Morihei Ueshiba nicht als Sport angesehen, sondern vielmehr als Misogi-Waza („mi“ frei übersetzt: Körper; „Misogi“ frei übersetzt: den Körper schälen, raspeln, schneiden). Wettkämpfe sind im Aikido nicht vorgesehen. Die Partner arbeiten zusammen, damit jeder einzelne seine Technik perfektionieren kann. Neue Graduierungen werden durch Vorführung diverser Techniken erreicht, ohne dass die Partner dabei als Gegner miteinander kämpfen.

Die Übungseinheiten bestehen zum überwiegenden Teil aus Kata-Geiko: Die Rollen von Angreifer und Verteidiger sind festgelegt, so wie Angriff und Verteidigung meist vorgegeben werden. Erst als fortgeschrittener Aikidoka beginnt man, sich langsam von der Form zu lösen; zunächst sind, z. B. im freien Üben, Angriff und Verteidigung nicht mehr streng vorgeschrieben, später beginnt man, die Rollenaufteilung in Uke und Nage/Tori zu überwinden.

Der Aikidoka achtet darauf, in den eigenen Bewegungen frei zu werden und nicht mehr über jeden einzelnen Schritt nachzudenken. Die Bewegungsabläufe sollen sich im Unterbewusstsein festigen. Regelmäßiges Üben verbessert die Beweglichkeit und fördert durch komplexe Bewegungsabläufe, Konzentration, Koordination, Grob- und Feinmotorik sowie das körperliche und geistige Wohlbefinden. Auf Dauer ist eine Verbesserung der Wahrnehmung unserer Umwelt möglich.

Kleidung - mit, aber auch ohne Hakama

aikido 160

Aikido
Hakama - Das typische "Beinkleid"

Als Kleidung wird beim Üben der Ende des 19. Jahrhunderts von Jigoro Kano, dem Begründer des Judo, eingeführte Keiko-Gi getragen. Fortgeschrittenere Schüler tragen darüber eine Art Hosenrock, Hakama genannt.

Im Gegensatz zu heute, wo in verschiedenen Stilrichtungen Aikidoka erst ab dem 1. Dan einen Hakama tragen, war es früher üblich, dass jeder Aikidoka von Anfang an einen Hakama trug. Diese Veränderung stammt aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Da während dieser Zeit die Stoffe für viele Schüler Morihei Ueshibas zu teuer waren, baten sie bei Ueshiba um Erlaubnis, ohne einen Hakama am Unterricht teilnehmen zu dürfen.

Deshalb ist es in sehr vielen Dojo üblich, dass die Schüler bis zum Erreichen des ersten Dan oder zumindest bis zu einen der höheren Kyu ohne Hakama Aikido üben. Die Farbe des Hakama war ebenfalls unerheblich, wobei heutzutage beim Aikido zumeist schwarze oder dunkelblaue Hakama getragen werden. Weiße Hakama sind jedoch eher unüblich, was wohl auf die mythologisch-religiöse Bedeutung der Farbe weiß in Japan zurückzuführen ist.

Meist waffenloses Training

Das Training im Aikido findet größtenteils ohne Waffen/Übungswaffen statt, doch die drei Waffen Bokken, Jo und Tanto, gewöhnlich hölzerne Trainingswaffen, spielen dennoch eine wichtige Rolle. Sie werden verwendet, da viele Bewegungen und Techniken im Aikido von Waffentechniken wie z. B. Schwert- oder Stocktechniken abgeleitet sind und dadurch die waffenlosen Bewegungsabläufe selbst besser verstanden und verinnerlicht werden können

Stilrichtungen

Bis zu seinem Tode entwickelte der Begründer Ueshiba sein Aikido weiter, wobei seine Kunst immer weicher und harmonischer wurde, ohne an Effektivität zu verlieren. Da er im Laufe seines Lebens viele Schüler hatte und diese ihn zu verschiedenen Zeitpunkten (Entwicklungsphasen des Aikido) verließen, entwickelten sich daraus verschiedene Interpretationen.

Es gibt Stilrichtungen, welche einem einzigen Lehrer folgen, und Stilrichtungen, welche mehr einem Verbund von Lehrern folgen.

Einige Richtungen:

Aikikai, Aiki-Osaka, Korindo, Shodokan, Yoshinkan

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Angefangen hat die Entwicklung des Karate etwa im 7. Jahrhundert auf der Insel Okinawa...
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