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Ansichten zum Karate-Do

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Bis heute wurden viele Bücher über Karate geschrieben. Meistens handelt es sich dabei um das sportliche Karate. Ein dem sportlichen Wettkampf angepasstes Karate, dessen Schönheit der Bewegung verloren gegangen ist.

Ein Karate in seiner einfachsten Form, um sich die Techniken möglichst schnell anzueignen, ohne auch nur zu ahnen, was sie aussagen oder bedeuten.

Man darf nicht vergessen, dass der geistige Aspekt ein wichtiger Bestandteil der Karatekunst ist. Viele bedeutende Leute sind diesen Weg gegangen, viel Weisheit wurde daraus geschöpft.

Wie gross ist unsere Weisheit, wenn wir das alles ablehnen und das Karate einfach als eine sportliche Disziplin bezeichnen?

Diese traurige Tatsache ist wohl eine Folge der Kommerzialisierung des Karate. Viele Leute verbinden Karate mit Politik oder Religion, um so Profit daraus zu schlagen. Um gutes Karate zu lernen, muss man gedemütigt werden. Das heisst, man muss in vielen Dingen nachgeben und seinen Starrsinn, Egoismus, usw. aufgeben.

Ein Egoist kann sich nicht mit seinem Misserfolg abfinden. Sein Ego ist nicht bereit alle Verletzungen und Demütigungen zu tolerieren. Doch dies ist Voraussetzung um ein Karatemeister zu werden. Wenn jemand ein richtiger Mensch werden will muss er, wie übrigens auch im Leben, die Nähe der Wirklichkeit das Ego besiegen.

Die immer grösser werdende Popularität des Karate in der Welt birgt in sich ein Dilemma: Ist Karate nun ein Sport oder eine Kunst?

Ein weiteres Problem stellt die Mystifikation des Karate dar. Niemand hat bis heute eine plausible Erklärung dafür gefunden, was man unter diesem Begriff versteht. Sollten das Yoga oder irgendwelche Atemtechniken sein, die wir im Karate anwenden, so wäre das eine wahrhaft falsche Interpretation.

Yoga ist bekannt und anerkannt seit Tausenden von Jahren. Die Yoga-Methoden helfen uns beim Konzentrieren, Entspannen, Energie tanken und Atmen nach schwierigen Übungen. Wir alle wissen, dass es viel Zeit, harte Arbeit, Ausdauer und Entbehrungen erfordert um den Titel eines Meisters zu erringen.

Hier noch einige Bemerkungen zum Sportkarate. Sicher ist es schön Wettkämpfe und Meisterschaften durchzuführen. Wie regulär das alles von statten geht, darauf möchte ich nicht eintreten. Denn die Wettkämpfe hängen von vielen Faktoren ab, wie vom Wettkämpfer selber, den Schiedsrichtern (welche Technik gewertet wird) u.v.a.

Für Karatesportler ist Karate eine gewöhnliche sportliche Disziplin, eine physische Übung, Gymnastik. Wir aber wissen, dass die sportliche Laufbahn begrenzt ist. Ich frage mich, wie die Sportler die Katas (technische Form, Scheinkampf) üben. Beim Üben der Katas ist die Vorstellung des gegnerischen Angreifers nötig – aber das gehört zur Mystifikation.

Ich hoffe, wir treffen uns eines Tages auf demselben Weg.

(C) Sensei Pavao Piacun (7. Dan)

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