DM Oldenburg 2007 - Bericht

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Der schwere Weg zur DM in Oldenburg

Marc und Lukas vom Kyffhäuser-Karate-Dojo starten erstmals für Thüringen

Die heiße Phase der Vorbereitung zur Teilnahme an der deutschen Meisterschaft der Schüler und Jugend im Karate hat begonnen. Am 16. Juni 2007 kämpfen Lukas Langenhahn und Marc Zschörnig bei den Deutschen Meisterschaften im Kumite der Schüler und Jugend in Oldenburg. Für beide ist es die nationale Prämiere, ihr Land Thüringen auf einer Karate - DM zu vertreten.

Mit der Platzierung bei der Landesmeisterschaft, Anfang März in Sondershausen, legten Lukas und Marc mit den Vizelandesmeistertiteln im Kumite der Schüler +55 kg und bei der Jugend im Kumite +75 kg den Grundstein. Eine Woche später, hieß es für beide zum Ländervergleichskampf mit Luxemburg und Rheinland-Pfalz in Waltershausen ihr Können noch einmal unter Beweis zustellen.

Bei durchschnittlich 12 bis 14 Kämpfen, die jeder an diesem Tag hatte, zeigten sie mit ihren guten Leistungen, dass die Platzierung bei der LM keine Eintagsfliege war. Somit nominierte Landestrainer Klaus Bitsch beide für das Aufgebot zur Deutschen Meisterschaft.

Es hieß: Zusatztraining schruppen

Seit diesem Tag, hieß es nicht nur für die zwei Kandidaten, Zusatztraining zu schruppen und Wettkämpfe zu bestreiten, sondern auch für die Vereinskameraden, Eltern und Trainer im Kyffhäuser-Karate-Dojo, Sonderschichten „zu schieben“.

„Denn im Kollektiv trainiert es sich nun mal besser. Natürlich wurde das Zusatztraining den anderen Sportfreunden im Verein freigestellt“, so ihr Heimtrainer Olaf Reichelt (3.Dan).

Neben den normalen Trainingseinheiten in der Woche, ging es am Wochenende zum Landeskadertraining nach Waltershausen oder zum Wettkampf oder zum Zusatztraining ins eigene Dojo (Trainingsraum). Bei den regionalen Wettkämpfen (Unstrut –Pokal und Vimaria – Open) konnten sich beide über ihre zweiten und dritten Plätze freuen. Den schwersten Abschluß der Wett- und Vorbereitungsphase sollten sie am vergangenen Wochenende zum Internationalen Open-Karate-Cup 2007 in der Ilsenburger Harzlandhalle erfahren.

Auf sechs Wettkampfflächen kämpften dort 730 Karateka (Kinder bis Erwachsende) von Norwegen bis Indien. Neben den Engländern, Russen, Tschechen und Luxemburgern, waren auch Karateka aus Norwegen, Finnland, Iran und Indien vertreten.
„Schon beim betreten der Halle, schien die Luft zu brennen. Dies war ein Unterschied, so wie sie die jungen Karateka vom Kyffhäuser erleben sollten, denn bei der DM in Oldenburg wird eine vergleichbare Stimmung herrschen“, meinte ihr Trainer Olaf Reichelt, der selbst viele Jahre als Presse- und Medienreferent des Thüringer Karateverbandes und Coach an den deutschen Meisterschaften teilnahm.

Für viele der Karateka war es auch der erste internationale Kontakt, den sie auf dem Tatami hatten. Dass die Erwartungen nicht all zu hoch geschraubt wurden, durfte sich von selbst erklären, wenn sich z.B. Nationalkaderathleten von Norwegen oder Iran angekündigt hatten.

Aber ganz so erfolglos wollte man sich auch nicht nach Hause schicken lassen. So konnten die jungen Karateka vom Kyffhäuser-Karate-Dojo schon auf sich aufmerksam machen. Marc kämpfte sich in seiner Altersklasse der Jugend im Kumite +72 kg auf einen guten 5.Platz vor, nach dem er in der ersten Runde gegen den Deutschen Vizemeister von Banzai Berlin Junis Nassar 2:5 verloren hatte. Dies wurde ihm durch die Trostrunde ermöglicht. Im Kampf um Platz drei unterlag er dem Iraner Seraj Pezhman mit 8:11 Punkten.

Auch Michael Steinicke gab seine erste internationale Visitenkarte ab: Mit einem unglücklichen 5.Platz im Kumite der Junioren – 76 kg. Er verlor nach einem heftigen Schlagabtausch mit seinem Kontrahenten Andre Wendt aus Bergedorf (Hessen) äußerst knapp mit 7:8. Da die Wettkampfgruppen mit mindestens 16 Teilnehmern jeweils international auch gut bestückt waren, sind auch diese Platzierungen ohne Edelmetall lobenswert.

Auch Sarah Reichelt ging nach dem 3.Platz im Kumite -60 kg der Junioren, bei der LM in Sondershausen, wieder mal an den Start. Die Teilnahme in ihrem Pool Kumite -57kg, war nicht so wie bei den Jungens. Sarah hatte zwei Vorkämpfe, um sich für das Finale zu qualifizieren. Alle ihre Gegnerinnen kamen aus Skandinavien. Mit den beiden Finnen vom KC Tapanilan Era Helsinki, hatte sie keine große Mühe und gewann klar ihre Kämpfe.

Im Finale musste sie sich mit Gitte Brunstad vom Nationalteam Norwegen auseinandersetzen.
Dabei schenkten sich beide junge Damen nichts. Am Ende hatte die Norwegerin mit 5:4 die Nase vorn. Aber auch mit dem zweiten Platz konnte Sarah zufrieden sein.

Die letzten drei Wochen heißt es nur noch Training im Landes- und Bundesstützpunkt in Waltershausen, sowie im einheimischen Dojo. Denn zum „verhauen“ wollen Lukas und Marc nicht nach Oldenburg zur deutschen Meisterschaft fahren.
Das Kyffhäuser-Karate-Dojo organisiert für alle Eltern, Bekannten und Interessenten einen Bus zur fahrt nach Oldenburg. „Wir wünschen unseren Jungs viel Erfolg bei der DM und danken denen, die fleißig mit ihnen trainiert haben“, so das Trainerteam Olaf und Dominik.

Olaf Reichelt

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