Gasshuku-Do 2007 - Bericht

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Klasse statt Masse beim 15. Gasshuku-Do in Kelbra

Regen... Sonne... Gewitter... wieder Sonne...

Die Launen der Natur beim Gasshuku-Do

Trotzdem - erneut trafen sich 260 Karateka zum Karate-Lehrgangs-Jahreshöhepunkt in Thüringen, dem Kyffhäuser-Karate-Camp - oder einfach nur: Gasshuku-Do.

Die Organisatoren hatten sich dieses Jahr etwas Neues einfallen lassen, da sie keinen einfachen Lehrgang mehr anbieten wollten. Das ganze wurde auch mit zwei neuen Trainern erweitert. So gaben Thomas Budich (3. DAN, SSK Jena) und Veit Neblung (4. DAN, KD Sömmerda) ihr Debüt und der Ausrichter blieb seinem Motto treu, nur Thüringer Meister als Lehrende für die Säulen des Karate ein zusetzen.

Es wird etwas passieren...

Das Trainingsprogramm begann schon am Freitag um 17.00 Uhr in den jeweiligen neu eingeteilten Gruppen von Graduierten. Vom Kindertraining mit Veit Neblung und dem Ryûkyû Kobudô BÔ mit Frank Pelny (4.Dan) in Halle 1, sowie die Karateka des 9. und 8. / 7. und 6. Kyu mit Thomas Budich und der DAN-Vorbereitung mit Lothar Ratschke (6.Dan) der in Halle 2 war der Trainingsplan am Freitag schon gut gefüllt.

Das Lehrgangssystem war so aufgebaut, dass jeder Karateka in seiner graduierten Gruppe, an diesem Wochenende eine bestimmte Kata in den jeweiligen Säulen des Karate vermittelt bekam. Jede Gruppe (Kinder bis 10 Jahre / 9.-8. Kyu / 7.-6. Kyu / 5.-3. Kyu / 2. Kyu - DAN) hatte im Stundentakt bis zu vier Trainingseinheiten am Samstag.

Veit Neblung - 4. DAN
2007 neu dabei und gleich große Zustimmung auf seiner Seite

Die vermittelten KATA (Heian Sandan / Heian Godan / Jion / Bassai-Shô) wurden in allen Facetten behandelt. Ob der reine Ablauf, technische Details, traditionelles Bunkai, sportliches Wettkampf-Kumite oder Selbstverteidigung - ein rundum gelungenes Angebot für alle, egal welchem Alter oder Gradierung. Der Ausrichter und Cheforganisator Olaf Reichelt erhielt von vielen Seiten lobende Worte für dieses Konzept. Ob das die Eltern der trainierenden Kinder, die in der erstmal reinen Kindergruppe bis 10 Jahre waren, oder die „alten Hasen“, die schon viele Jahre Karate betreiben und Unmengen an Lehrgängen besucht hatten.

Thomas Budich - 3. DAN
fand viel Zuspruch bei "Groß" und "Klein"

Mit Veit und Thomas hatten wir zwei hervorragende Trainer, die sich speziell auch den Kindern verschrieben hatten. Sie vermittelten den Kindern auf einer spielerischen Art und Weise das Karate, wie kein anderer.

Aber auch das Training-für-Trainer, mit methodischen und didaktischen Lehrinhalten zu den jeweiligen Bereichen Kihon, Kata und Kumite, kam bei den Trainern hervorragend an.

Den Trainingsabschluss am Samstag bildete für 20 Freiwillige das "1. Zie-Wu-Tre" (Tauziehen - Eierwurf - Luftballons zertreten), was nach Poolsystem stattfand.

Wie schon in den Vorjahren, waren hier die Karateka von JITOKU Halle nicht zu schlagen. Nur Nico Wojna vom einheimischen Dojo konnte Parole bieten und kam auf Platz 2 hinter Robert Diedrich (Platz 1) und Sebastian Edelmann (Platz 3), beide vom Jitoku Halle.

neuseeländischer Kriegstanz

Die anschließende Party mit dem Urgestein aller DJ - Ulli Dann, kam wie gewohnt erst mit der einbrechenden Dunkelheit in Schwung und dauerte dann aber bis in die Morgenstunden. Als die Party den Siedepunkt erreichte, wurde Elmar Voigt vom SeiShinKai Jena, mit dem HAKA, einem neuseeländischen Kriegstanz, traditionell aus dem aktiven Wettkampfsport verabschiedet. Unter der Leitung von Steven Wiener und seinen Tanzfreunden, endete dies natürlich im Stausee.

Am Sonntag hatte jede Gruppe noch einmal ein bis zwei Trainingseinheiten zu absolvieren, ehe sich die 34 Prüflinge ihrer Prüfung stellten. Bis auf drei Prüflinge konnten alle ihre Prüfungen bestehen.

Zum Trainingsende erhielten erstmals nicht die Meister ein kleines Geschenk, sondern die Jüngsten Teilnehmer (5 Jahre) und die älteste Teilnehmerin Dorit aus Leipzig (77 Jahre) ein Präsent vom Ausrichter.

Wie jedes Jahr konnten die vielen Karateka ihre Zelte am Sonntagmittag trocken abbauen - und das schon seit 15 Jahren. Auf Grund dieser Regelmäßigkeit können wir schon behaupten, das zum 16. Gasshuku–Do in Kelbra am Stausee vom 20. bis 22. Juni 2008 ein trockener Zeltabbau garantiert werden kann.

Danke auch noch einmal an alle Helfer und Eltern, die mit ihrer Arbeit und Engagement das Gasshuku 2007, trotz Wetterkapriolen, zum Erlebnis machten.

Wir sehen uns nächstes Jahr wieder, mit neuen Trainingsinhalten, den gleichen Trainern und einem tollen Mannschaftsspiel (siehe Ausschreibung - Anfang 2008) ...und das alles ohne Kommerz!

Olaf Reichelt

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