Kreisjugendspiele SDH 2007 - Bericht

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Kyffhäuser-Karate-Dojo erneut erfolgreichster Verein

Am 30. Juni 2007 fanden nun schon zum 13. Mal die Karate-Kreisjugendspiele in Sondershausen statt.

Karatekas aus den Dojos Bad Frankenhausen, Artern, Kelbra und Sondershausen machten sich auf zum Wettstreit, die Besten im Kata (Bewegungsablauf) und Kumite (Kampf) zu ermitteln. Vielleicht aber auch, um sich einmal selbst zu testen, die eigenen Leistungen einzuschätzen, - ja, vielleicht sogar den „inneren Schweinehund“ zu besiegen.

Olaf Reichelt (3. DAN)
... immer wachsam

Etwa 60 Teilnehmer trafen sich in der Sporthalle der Förderschule in der Sondershäuser Talstraße. Unter der Leitung des Präsidenten des Thüringer Karatevereins und Vize-Chef vom Sondershäuser Karateverein (Karate Kwai), Falk Neumann, zeigten die Karate-Kämpfer ihr Können. Und damit auch alles ordnungsgemäß ablief, dafür sorgten Olaf Reichelt (3. DAN), Steve Neumann (2. DAN) und Carsten Neumann (2. DAN) als Kampfrichter.

Mit einer gut durchwachsenen Mannschaft reiste das Kyffhäuser-Karate-Dojo Bad Frankenhausen unter Aufsicht von Trainer Domink Abt in die Musik- und Bergstadt.
Aber auch viele Eltern ließen es sich nicht nehmen, ihre Schützlinge zu begleiten und ihnen am Ort des Geschehens beizustehen.

Um 9 Uhr ging es dann auch gleich nach einer kurzen Begrüßung mit den „Kleinen“ los.
Die Nervosität war bei manchen der 5-7jährigen schon deutlich zu sehen, und es war das ganze psychologische Können von Trainer Abt gefragt, um die kleinen „Karate-Wirbelwinde“ zu beruhigen. Und das zeigte dann auch seine Wirkung.

Niclas Dauster
bewies Kampfeseifer

Bei den Minis (Kinder bis 6 Jahre) konnte Niclas Dauster mit seinem Kampfeseifer und einer gewissen Portion Selbstbewusstsein die Referees überzeugen und somit im Kate einen dritten, und im Kumite sogar einen Siegerplatz einfahren. Aber auch die „großen Kinder“ (7-9 Jahre) machten von sich reden. So u.a. Marco Nabel, Kim Zimmerman, Sebastian Krause, Saskia Mannstedt und Christoph Cox, die mehrmahls das Treppchen besteigen konnten.

Bei den Schülern (10-11 Jahre) machten vor allem Laura Nabel, Steven Weber, Andreas Gröger und nicht zuletzt Max Knorr durch überzeugende Leistungen auf sich aufmerksam.

Chelsea Müller (r.)
...machte Isabel Kratz das Leben schwer...

Da bei solch einer kreis-offnenen Veranstaltung natürlich nicht immer alle Gruppen vollauf belegt werden können, kann es eben schon mal vorkommen, dass ein Karateka vielleicht nur auf ein oder zwei Gegner trifft. Es kann aber auch passieren, dass bei zu geringer Teilnehmerzahl pro Gruppe, die betreffenden Kämpfer zu einer höheren bzw. niedrigeren Gruppe hinzugefügt werden.

So z.B. geschehen mit Chelsea Müller (9 Jahre) und Isabel Kratz (11 Jahre), welche kurzum somit auf einander trafen. Das sollte Chelsea jedoch nicht weiter stören. Und so ging sie auch gleich zum Angriff über und kaufte Isabel, die die Sache etwas zu sicher anging, beinahe den Schneid ab. Isabel besann sich jedoch noch rechtzeitig auf ihre Stärken und konnte mit zwei Siegen die Form wahren.

alte Bekannte...
standen sich wieder einmal gegenüber: Jeremy Werner (l.) und Maximillian Ehrhardt (Karate-Kwai-SDH)

Auch Jeremy Werner (11 Jahre, 4. Kyu) wurde - bedingt durch Krankheit seines einzigen Gegners – in die nächst höhere Gruppe (12-14 Jahre) gesetzt. In dieser wehte natürlich ein ganz anderer Wind. Mit dem amtierenden Landesmeister, Maximillian Ehrhardt, und dem frischgebackenen Bronzegewinner der Deutschen Meisterschaft, Michael Pham (beide Karate Kwai SDH), waren zweifelsohne zwei souveräne Siegesanwärter mit am Start. Das war natürlich eine enorme Herausforderung, aber auch eine mögliche Chance für Jeremy. Und er sollte sie nutzen...

Durch ein Freilos und einmal 3:0 Punkten konnte er ins Finale ziehen, und traf so auf den Matador, Michael Pham. Sollte sich nun Jeremy mit dem sicheren zweiten Platz begnügen, oder alles auf eine Karte setzen, und zum Angriff übergehen? Er entschied sich zum Kämpfen. Er überzeugte die Kampfrichter und siegte schließlich mit 3:0 Punkten.

Im Kumite sollte es ähnlich laufen. In einem verbissenen Kampf konnte er schließlich mit 5:2 Punkten seinen ehemaligen Kata-Kontrahenten, Maximilian Ehrhardt, in die Schranken weisen. Im Finale entgang er mit 3:4 nur knapp einem Sieg über den Sondershäuser Sebastian Ritschel, und holte sich Silber.

Bei den großen Mädchen (Schüler 12-14 Jahre) waren es zum einen Lisa Dauster, welche mit zwei Siegen beachtliche Leistungen zeigte, und zum anderen Kathy Zschörnig, Isabel Wichert und Katja Besler, die praktisch die Sache unter sich ausmachen mussten. Chance für die drei Mädels mal etwas zu wagen, Grenzen auszutesten. Letztendlich glänzte Kathy im Kumite und Isabel in der Kata. Etwas mehr Selbstvertrauen hätte Katja gut gestanden, aber mit zweimal Silber hat es sich auch für sie gelohnt.

Michael Kolbe sorgte bei den Jungen dafür, dass er nicht mit leeren Händen nach Hause gehen sollte, in dem er achtbare Leistungen ablieferte und dafür zweimal Silber bekam.

Bleibt noch zu erwähnen, dass dies ein sehr fairer Wettkampf war, und alles ohne größere Beulen über die Bühne ging. Dank auch dem Ausrichter Falk Neumann nebst Verein für den reibungslosen Ablauf, der somit wieder einmal sein organisatorisches Talent bewies.

Letzten Endes war es für das Kyffhäuser-Karate-Dojo (Bad Frankenhausen und Kelbra) ein überaus erfolgreiches Event. Immerhin konnte man 14-mal Gold, 14-mal Silber und 11-mal Bronze für sich verbuchen. Somit war sichergestellt, dass das Kyffhäuser-Karate-Dojo erneut erfolgreichstes Dojo im Kyffhäuserkreis wurde. Verpflichtung für nächstes Jahr, wenn es wieder heißt: „Kreisjugendspiele Sondershausen 2008“

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