LM Kinder Meuselwitz 2010 - Bericht

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Duo vom Kyffhäuser Dojo schlug sich achtbar

Trotz hoher Motivation - Siegertreppchen blieb erneut verwehrt
atemi 160

BAD TENNSTEDT Am 20. November war es für die Kleinen des Kyffhäuser-Karate-Dojos endlich wieder soweit: Auf ging’s nach Meuselwitz zu den 17. Thüringer Landesmeisterschaften im Karate der Kinder.

Hier mussten die 8-10 Jährigen nun zeigen, ob das intensive Training der letzten Monate von Erfolg gekrönt werden sollte. Cheftrainer Olaf Reichelt (4. Dan) nahm sich der Schützlinge Jonas Klinger und Max Hartmann an und baute sie speziell für diesen Wettkampf auf. So standen etwa 180 Kinder mit über 300 Starts in der Zweifelderhalle in Meuselwitz auf der Matte.

Im Kata-Wettbewerb (Formen) war für Jonas und Max gleich in der ersten Runde Schluss. Was aber auch nicht tragisch war, diente es doch zur Ablegung der Nervosität der beiden jungen Kämpfer. Für Max Hartmann, war es die erste Landesmeisterschaft.

Da in der zweiten Runde auch die späteren Landesmeister vom USV Erfurt (Florian Tissenhausen) zugelost wurden, war dies auch nicht weiter tragisch. Dieses Losglück kennt vor allem Jonas schon aus den Vorjahren, als er immer Florian in der ersten oder zweiten Runde zugelost bekam - vielleicht sollte er mal Lotto spielen!

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Im Kumite (Freikampf) sollte es für Jonas und Max besser laufen. Jonas legte einen starken Auftakt gegen Alexander Schuster (Ken Budo Heiligenstadt) mit 5:5 Punkten hin. In der angehängten Verlängerung entschied der Heiligenstädter den Kampf mit 3:2 für sich.

Beide Kämpfer waren so stark, dass Alexander es sogar bis ins Poolhalbfinale schaffte. Jonas drückte ihm natürlich die Daumen, um noch über die Trostrunde an eine Medaille zu kommen. Aber auch dies wurde leider nichts, da Alexander seinen Kampf in der Verlängerung leider verlor. Dennoch sollten beide an diesem Tag noch jubeln können.

Max überstand die ersten beiden Runden

Unser Newcomer Max zeigte bei seinen ersten Kämpfen viel Herz und Leidenschaft.
Nach einem Freilos überstand er unbeschadet die ersten beiden Runden. Er siegte gegen Lukas Wand (Bushido Waltershausen) und Cornelius (Ken Budo Heiligenstadt) jeweils klar mit 4:0.
Im Poolhalbfinale stand dann der spätere Landesmeister Luca Kleiner von Musashi Weimar. Dieses Naturtalent welches mit drei Jahren mit Karate-Sport anfing, war an diesem Tage für keinen in der Altersklasse A 1 (9 Jahre) zu stoppen. Weder im Kumite-, noch im Kata-Wettbewerb ließ er jemanden an sich vorbei und sicherte sich alle Landesmeistertitel.
So musste auch dann Max in einer 1:6 Niederlage Tribut zahlen.

Im Kampf um Platz drei versagten jedoch die Nerven und die Konzentration. Er unterlag dem Jenaer Leon Suck mit 1:3. Somit blieb ihm der undankbare 5. Platz, aber was heißt undankbar. Bei seiner ersten Landesmeisterschaft konnte er sich unter den besten fünf platzieren, das lässt uns hoffen für die nächsten Jahre.

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Für Jonas Klinger blieb noch das Kumite-Team, um an eine ersehnte Medaille zu kommen. Dieses Mal stand eine Kampfgemeinschaft mit Ken Budo Heiligenstadt an. Jonas wusste natürlich nichts von seinem Glück, dass er gegen seinen Kontrahenten im Einzel, Alexander Schuster, jetzt gemeinsam kämpfen kann.

In der ersten Runde konnten die Gegner aus Erfurt einfach niedergestreckt werden. Der zweite Kampf gegen Lokalmatador Sakura Meuselwitz stellte sich jedoch als etwas haarig heraus. Nach einen 0:2 und 3:2 musste jetzt Jonas als dritter Kämpfer mit 2 Punkten Vorsprung gewinnen. Er ließ auch nichts anbrennen und gewann seinen Kampf souverän mit 7:2.
Im Halbfinale stand wie schon im Vorjahr das Team vom Bushido Waltershausen (Vorjahressieger) gegenüber. In diesem Jahr sollte es aber anders laufen. Die ersten beiden Kämpfe gingen hier 2:0 und 1:1 aus, so dass Jonas nur noch unentschieden kämpfen musste.

Von Anfang an hat er unmissverständlich klargemacht, wer hier als Sieger die Matte verlassen wird. Mit 4:1 ließ er dem Waltershäuser keine Chance.
Im Finale standen dieses Mal nicht die Mitfavoriten aus Gotha, Waltershausen oder Jena, sondern die Außenseiter aus Weimar und Heiligenstadt/Bad Frankenhausen. Am Ende gewannen die Weimarer verdient mit 2:1 mit ihrem Naturtalent Luca Kleiner.

In Anbetracht der gegebenen Umstände ein zufrieden stellendes Ergebnis für den jungen Verein. Somit heißt es für die Trainer Olaf Reichelt und Dominic Abt: „Zurück ans Reißbrett… bekanntlich ist nach dem Wettkampf vor dem Wettkampf.“ Denn zu hause im Dojo warten schon die nächsten potentiellen Wettkämpfer, die auch einmal ihr Können unter Beweis stellen wollen. Aber bis dahin werden gewiss noch viele Schweißtropfen fließen.

finale Fassung Jens Schreiber

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