Funakoshi Gishin

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Funakoshi Gichin

Gichin Funakoshi (1868 – 1957) wurde als einziger Sohn einer einfachen Samurai-Familie der damaligen Shizoku-Klassebis 1867 Samurai-Stand geboren.

Er brach den Familienbann am Anfang des 20. Jahrhunderts und reiste nach Japan, um dort Okinawa-Teeine der Wurzeln des
heutigen Karate
zu unterrichten. In der Zeit von 1917– 1922 versuchte er, durch Demonstrationen und Vorführungen an Universitäten die Aufmerksamkeit auf seine Kampfkunst zu lenken - mit Erfolg.

Funakoshi's Zielsetzung war:
Schulung von Geist, Charakter und innerer Einstellung.

"Bevor du den Gegner besiegst, musst du dich selbst besiegen."

In Japan erlebten die alten Kampfkünste gerade eine Zeit der Renaissance. Dies wirkte sich positiv auf die Verbreitung des Okinawa-te aus. Es war etwa um 1900, als auf Okinawa der Wert der Kampfkunst Okinawa-te für die Erziehung erkannt und diese Kunst an den Mittelschulen eingeführt wurde. Damals wurde zum ersten Mal der Name Karate gewählt. Unter diesem Namen begann die Kunst sich sehr schnell zu verbreiten.

"Man kann sehr sehr lange trainieren, aber wenn man immer nur Hände und Füße bewegt und wie eine Marionette umherspringt, dann ist Karate nicht anders als Tanzen lernen. Man wird die Hauptsache verfehlen. Es wird so nicht gelingen, die Quintessenz des Karate-Do zu begreifen."

Das Original SHOTO-KAN in Tokyo
Zeitgenössische Abbildung

Sein Stil basiert auf Matsumuras Shorin-Ryu. Shoto war Funakoshis Künstlername und bedeutet etwa 'Pinienrauschen' - seine erste eigene Trainingshalle (im Frühjahr 1935 in Tokyo eingeweiht) wurde aus diesem Grund Shotokan genannt.

Fortan trug das Karate des Gichin Funakoshi den Namen „Shotokan“ (obwohl er selbst immer gegen diese Stilrichtungsbezeichnung war, denn für ihn gab es nur ein Karate).

Funakoshi begründete das Shotokan Karate, wie es später genannt wurde. Es beinhaltet sämtliche ihm damals bekannten großen Stile des Chuan-fa (auch Kung Fu oder Kempo genannt), was man noch heute an den Verschiedenheiten der überlieferten Meisterkatas erkennt. Meister Itosu entwickelte aus diesen Meisterkatas Schülerkatas (Pinan) zum besseren Erlernen der Künste. Gichin Funakoshi benannte sie dann in „Heian“ um. Schon in diesen Katas werden harte und weiche Elemente trainiert.

Funakoshis dritter Sohn Yoshitaka (Giko) entwickelte 1938-1945 als Hauptlehrer im Shotokan-Dojo tiefere und längere Stellungen und ab 1943 Gohon-Kumite, Sanbon-Kumite und Ippon-Kumite. Insgesamt ein dynamischerer und kämpferischerer Stil. Außerdem den Mawashi-Geri, Yoko-Geri-Kekomi, Yoko-geri-Keage, Ura-Mawashi-Geri und Fumi-Komi. Sensei Kase entwickelte den Ushiro-Geri und den Keiten-Geri.

Einer der vielen Schüler Funakoshis war der hochrangige Meister des Karate-Do, Nakayama Masatoshi.

Mitsusuke Harada wurde nach dem Krieg ein enger Schüler Funakoshis und erinnerte sich, dass er 3 Monate lang lediglich die Taikyoko Shodan lernte. Letztlich wurde es ihm jedoch zu langweilig und er unterbrach das Training.

Meister Funakoshi gilt in Japan als „Vater und Begründer des modernen Karate“, obwohl die Kampfkunst, die mit seinem Namen heute in Verbindung gebracht wird, nicht seine Unterschrift trägt. Er war Zeit seines Lebens ein Verfechter des traditionellen Karate-do und ein Gegner des Wettkampfes. Er spürte instinktiv, dass Karate durch seine aufkommende Interpretation als Sport all seine eigentlichen Werte verlieren würde, und plädierte Zeit seines Lebens für eine Methode, die Karate als Weg (Do) ermöglichen sollte.

Doch er wurde von den kommerziellen Praktiken der JKAJapanischer Karate-Verband ins Abseits gestellt und als Maskottchen für eine aufkommende Welle der Oberflächlichkeit im Sport gebraucht, die bis heute im Wettkampf-Karate anhält und fälschlicherweise mit seinem Namen verbunden wird.

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