Thüringen-Cup Jena 2003 - Bericht

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Beim Thüringen-Cup abgesahnt

Kyffhäuser Dojo trumpft zum Jahresabschluss noch einmal richtig auf

Am Wochenende fand der Thüringen-Cup 2003 in Jena statt. Vor allem die jüngsten Karateka gingen hier noch mal richtig zur Sache. Nach Preußen- und Wartburgpokal mit wenigen Platzierungen standen die Schüler von Olaf Reichelt (3. Dan) noch einmal unter Druck. Über 400 Starter - vorwiegend aus den neuen Bundesländern und Bayern - kämpften um die begehrten Trophäen und Medaillen.

Den Auftakt machten die Jüngsten. Jeremy Werner, im Dojo schon ein Medaillen-Garant und auch beim Wartburgpokal ganz vorn, ließ nichts anbrennen. Er siegte im Kata-Einzel und gewann auch den Kumite-Wettbewerb in seiner Klasse. Das Erstaunliche: Dahinter platzierten sich seine Vereinskameraden Isabel Kratz und Theresa Schippler. Das Kata-Team mit Julia Kellermann und der eingesprungenen Isabelle Wichert (Sebastian Wolff lag mit Fieber im Bett) holte ohne große Trainingsvorbereitung immer noch einen beachtlichen dritten Platz.

 Julia Kellermann hatte es an diesem Tag schwer. Ihr Trainer schickte sie eine Altersstufe höher ins Rennen. „Talente müssen immer gefordert werden. Wenn ich der Meinung bin, dass sie in ihrer Altersklasse keine Herausforderung hat, muss sich Julia einer höheren Aufgabe stellen", so Olaf Reichelt. Im Kata-Wettbewerb bekam sie dafür auch prompt die Rechnung. Schon in der zweiten Runde verlor sie gegen die spätere Siegerin vom Bushido Beelitz. In der Trostrunde reichte es auch nur zu Platz fünf. Angestachelt von diesem Rückschlag überraschte sie dann alle. Im Kumite (-40kg) der Mädchen musste sie sich erst im Finale mit 1:2 knapp geschlagen geben. Aber dieser zweite Platz war mehr wert, als ein erster in ihrer eigentlichen Altersklasse.

Isabelle Wichert bot eine gute Leistung. Im Kata-Einzel kam sie unter 18 Starterinnen auf Rang fünf, im Kumite machte sie es zur Freude ihrer Eltern noch besser und holte Rang drei. Auch Marc Zschörnig konnte sich bei den Schülern bis 7. Kyu erstmals über einen Sieg freuen (erster Platz im Kumite und dritter Platz im Kata-Einzel) und das beim zweiten Start!

Katja Beseler, erstmals bei einem so großen Turnier dabei, enttäuschte nicht. Von den Gorslebener Jungs konnte nur einer überzeugen: Michael Steinicke holte im Kumite bis 60 kg Bronze. Erstmals dabei verpasste Clemens Jähricke im Kata-Einzel eine Medaille und musste sich mit dem undankbaren vierten Platz begnügen. Dagegen machte Sina Hesse, ebenfalls ein Neuling, den Wunsch zur Wirklichkeit. Sie kam nach einer verpatzten Kata-Vorstellung im Kumite der Schülerinnen immerhin auf Rang drei.

Bei den Senioren holte Nico Wojna einen überraschenden dritten Platz im Kata-Einzel der Herren, verlor aber wegen Ungestüms (Kontakt) im Kumite (-75kg) sein Halbfinale. Am Ende dennoch Rang drei für ihn. Auch die Älteren müssen noch lernen, denn Karate ist nicht nur ein Wettkampfsport, sondern auch eine Lebensphilosophie.

Alles in allem war es ein gelungener Abschluss. Mit 14 Platzierungen kann das Kyffhäuser Dojo ins neue Jahr starten. Zum Jahresabschluss werden vor Weihnachten noch einige Karateka die Prüfung- und Zwischenprüfung zur nächst höheren Graduierung ablegen. Am 19. Dezember ist die Weihnachtsfeier im Stammlokal des Vereins, Hotel und Cafe Straube.

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